Sind mehrere Hautreale oder größere Flächen von Aktinischen Keratosen betroffen, ist die photodynamische Therapie eine besonders wirksame Behandlungsoption.

Ein Vorteil liegt darin, dass wir auch frühe Formen, die noch nicht komplett ausgeprägt sind, wirksam und frühzeitig erfassen können. Was die Abheilung und das kosmetische Ergebnis angeht, ist dieses Verfahren fast allen übrigen Therapieverfahren überlegen.

Das Therapieverfahren

Zunächst werden schuppende Hautareale durch eine Kürettage (Ausschabung) oder laserassistiert vorsichtig abgetragen. Nach Aufrauen des Behandlungsareales wird ein sogenannter Lichtsensibilisator (δ-Aminolävulinsäure bzw. Methylamino-oxopentanoat) dünn aufgetragen. Nach einer Einwirkzeit von 45 Minuten erfolgt die Bestrahlung mit dem simulierten Tageslicht unterschiedlicher Wellenlänge. Durch die Lichtenergie gelangt der Lichtsensibilisator in einen energetisch angeregten Zustand, was zur Zerstörung der erkrankten und bösartigen Zellen in der Haut führt.

Dieses Verfahren hat sich als wesentlich schmerzärmer erwiesen als die früher durchgeführte „Rotlicht-PDT“. Ein weiterer Vorteil liegt in der modulierten Eindringtiefe des Lichtes. Die Behandlung beginnt mit blauem Licht (415 nm, geringe Eindringtiefe), dann folgt gelbes (585 nm, mittlere Eindringtiefe) und abschließend rotes Licht (635 nm, hohe Eindringtiefe).

Nebenwirkungen

Bei der photodynamischen Therapie zeigt sich häufig eine „Heilentzündung“. Dabei kommt es gelegentlich zur Rötung der Kopfhaut, einem Wärmegefühl und in Einzelfällen auch zu einer stärkeren Entzündungsreaktion, die aber nach wenigen Tagen narbenfrei abheilt. Die vollständige Abheilung dieser Hautveränderungen ist von Typ und Ausdehnung der Hauterkrankung abhängig und dauert etwa 2 bis 6 Wochen.

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